Tee-Blattgrade:
Was bedeuten OP, BOP, FOP & Co.?
Blattgrade bezeichnen bei Tee die Größe und das Aussehen der Teeblätter. Sie geben beispielsweise an, ob es sich um einen Blatt-Tee oder Broken-Tee handelt, sind jedoch nicht automatisch ein Maß für die Qualität des Tees. Bezeichnungen und Abkürzungen können sich zudem je nach Anbaugebiet und Plantage unterscheiden. Auf dieser Seite geben wir Ihnen eine Übersicht über die gängigen Blattgrößen von Tee sowie über die Bedeutung der Abkürzungen.
Was ist ein Blattgrad bei Tee und welche Blattgrößen gibt es?
Der Blattgrad beschreibt in erster Linie Größe und Beschaffenheit der Teeblätter nach der Verarbeitung. Grundsätzlich wird zwischen Blatt-Tees und Broken-Tees unterschieden. Darüber hinaus gibt es feinere Sortierungen, die mit Abkürzungen wie OP, FOP oder BOP bezeichnet werden. Die Bezeichnungen können je nach Herkunft und Plantage variieren. Einige Bestandteile der Namen beschreiben zudem bestimmte Merkmale des Blattes – beispielsweise steht „Flowery“ für blumig. Eine allgemeingültige Aussage über die Qualität eines Tees lässt sich aus dem Blattgrad jedoch nicht ableiten.
Woran erkennt man OP, FOP, BOP & Co. optisch?
Die charakteristischen Merkmale der verschiedenen Tee-Blattgrade lassen sich im direkten Vergleich besonders gut erkennen: Blattgröße und Blattstruktur sowie sichtbare Tips(Blattspitzen) prägen das Erscheinungsbild der jeweiligen Sortierung:
Schwierigkeiten bei der Blattgrößen-Bestimmung und konkrete Beispiele
Für Neulinge können die Abkürzungen zunächst verwirrend sein: So kann das „F“ beispielsweise für Flowery, Finest oder Fannings stehen. Welche Bedeutung der Buchstabe hat, hängt davon ab, an welcher Stelle er innerhalb der Abkürzung steht, mit welchen weiteren Buchstaben er kombiniert wird und welcher Blattgröße bzw. Sortierung der Tee zugeordnet ist.
SFTGFOP (großes Blatt)
S (Super)
F (Finest)
T (Tippy)
G (Golden)
F (Flowery)
O (Orange)
P (Pekoe)
FP (kleines Blatt)
F (Flowery)
P (Pekoe)
GFBOP (gröberer Broken)
G (Golden)
F (Flowery)
B (Broken)
O (Orange)
P (Pekoe)
BOPF (Fannings)
B (Broken)
O (Orange)
P (Pekoe)
F (Fannings)
CTC (kugelförmiges Blatt)
C (Crushing)
T (Tearing)
C (Curling)
BLATT-TEE
- FOP: Flowery Orange Pekoe
Bei Darjeelings auch Golden Flowery Orange Pekoe = GFOP und Tippy Golden Flowery Orange Pekoe = TGFOP. Es handelt sich hierbei um ein dünnes, drahtiges Blatt mit „Tips“. Als „Tip“ bezeichnet man die gold- oder silberfarbenen, sichtbaren Blattspitzen (buds), die weniger Gerbstoff besitzen und sich beim Fermentieren deshalb nicht dunkel färben. Sie sind ein Zeichen dafür, dass junge Teeblätter verwendet wurden, aber nicht immer ein besonderes Merkmal für außergewöhnliche Güte.
- OP: Orange Pekoe
Ein langes, drahtiges Blatt, größer als FOP. Der Begriffsinhalt für die Bezeichnung ist verloren gegangen. Orange bezieht sich auf das holländische „Oranje“, das soviel wie „königlich“ bedeutet.
- P & FP: Pekoe & Flowery Pekoe
Dieses Blatt ist kürzer und gröber als der Orange Pekoe, oft auch offener und nicht so fein gerollt. Ceylon „Low-grown“-Pekoes haben
BROKEN-TEE
- FBOP: Flowery Broken Orange Pekoe
Es handelt sich bei diesen Sortierungen um gröbere und aromatische Qualitäten der kleinblättrigen Tees. Ein sauber gearbeitetes, gut gerolltes Blatt mit vielen Tips, die dem Tee ein attraktives Aussehen geben.
- GBOP: Golden Broken Orange Pekoe
Vor allem bei Assam ein sehr feiner und kräftiger Tee.
- BOP: Broken Orange Pekoe
Ein gut gearbeitetes Blatt mit weniger Tips als FBOP, aber noch kräftiger, wenn auch nicht so blumig.
- BOP 1: Broken Orange Pekoe 1
Auf manchen Plantagen in Indien die Bezeichnung für den FBOP, in Ceylon jedoch ein „semi-leaf tea“, also ein Halb-Blatt-Tee, eine Sortierung, die zwischen dem OP und dem BOP liegt.
- BP: Broken Pekoe
Bei der CTC-Produktion ist BP eine Sortierung mit sehr kräftiger Tassenqualität.
- Fannings und Dust
Die beim Sieben anfallenden, kleinen und kleinsten Teilchen des Blattes, ohne Stängel und Rippen. Fannings und Dust sind sehr ergiebig, kräftig, färben schnell und werden deshalb bevorzugt in Aufgussbeuteln eingesetzt.
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