Tee-Aromatisierung
Natürliches Aroma
Wird aus natürlichen, pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen wie
z. B. Früchten, Gewürzen, Kräutern, geröstetem Kaffee oder geräuchertem
Speck gewonnen. Zur Herstellung dürfen nur physikalische, enzymatische
oder mikrobiologische Verfahren angewendet werden, u. a. Auspressen,
Destillieren, Erwärmen, Filtrieren, Mahlen, Mischen, Vergären oder
Zerkleinern.
Aroma
Wird mittels chemischer Synthese wie z. B. Veresterung oder
Acetilierung hergestellt. Die dafür benötigten Rohstoffe müssen nicht
natürlichen Ursprungs sein, aber die chemische Beschaffenheit der Mehrzahl des
Endproduktes muss identisch sein mit einer in der Natur vorkommenden
Substanz pflanzlichen oder tierischen Ursprungs (ehemals Naturidenten gemäß alter 88/338EWG). Daher sind diese Aromen in der Regel auch rückstandsfrei.
Aromatisierter Schwarztee
Die große Revolution haben die aromatisierten Schwarztees Ende der
70er Jahre erfahren. Gab es doch damals kaum einen Heranwachsenden, der
nicht in seinem in Brauntönen tapezierten Jugendzimmer bei Kerzenschein
und Räucherstäbchen Wildkirsch- und Vanille-Tee getrunken und
weltverbessernde Gespräche geführt hat.
Heute findet diese Produktgattung eine ganz andere Positionierung.
Eine äußerst abwechslungsreiche Aromenvielfalt, animiert durch den
Einsatz vieler Früchtstücke, Blüten oder Gewürze, wird mit einer fein
abgestimmten Basis verbunden.
Die herben, vollfruchtigen oder intensiven Aromen werden zumeist auf
milde China- und kräftig-würzige Ceylontees abgestimmt. Die leichteren,
sanfteren Aromenkompositionen unterstützen wir durch eine elegante
Auswahl leichterer Basen. So wählen wir dafür gern einen weichen
Oolongtee, fein-milden Keemuntee, oder aromatischen, süßlich-erdigen
Yunnantee.
Aromatisierter Grüntee
Als beste Basis für die Veredelung von aromatisierten Grüntees
eignet sich der chinesische grüne Sencha. Warum? Aufgrund seines
beliebten, milden, feinen und typischen Grünteecharakters. Die Aromen
werden auf ideale Weise aufgenommen und bilden gemeinsam mit der Basis
eine sehr ausgewogene Symbiose. Auch nach Veredelung mit markanten
Aromen präsentiert sich der Grünteegeschmack stets ausgewogen.
Für die ausgefallenen, besonderen Ansprüche verwenden wir China
Gunpowder und leichtere charaktere wie Oolong, Pi Lo Chun, Chun Mee
oder Pai Mu Tan.
Aromatisierte Früchteteemischungen
Früchtetee...die Essenz aller Früchte!
Zu Beginn der 80er Jahre gelangten bunte Mischungen aus
Fruchtstücken in die Teeläden. Ohne Teein und Bitterstoffe eroberten
die gesunden, preiswerten und köstlichen Getränke schnell einen neuen
Kundenkreis. So entwickelten sich die vielseitigen Kreationen schnell
zum Familientee, der Kinder, Erwachsene und Senioren gleichermaßen an
einen Tisch brachte. Aber auch seine vielseitige Verwendungsart
verschaffte ihm große Anerkennung. Denn auch kräftig aufgegossen, um
dann mit Mineralwasser oder Sekt verdünnt zu werden, ist der Früchtetee
kalt ein Hochgenuss.
Die Eckpfeiler einer Früchteteemischung sind mild-süße Apfelstücke,
herb-fruchtige Hagebuttenschalen und frisch-saure Hibiskusblüten, die
den nötigen "Body" beisteuern.
Hinzu kommt eine nahezu grenzenlose Auswahl von Früchtevariationen.
Ob Flocken, Blüten oder Stücke, es kommen mittlerweile nahezu alle
Sorten von Gemüse, Früchten, Gewürzen oder Kräutern in den Tee. Und
neben dem Aroma sind sie es, die den Geschmack und die Optik des
jeweiligen Tees entscheidend prägen.
Säurearme, aromatisierte Früchteteemischungen
Arm an Säure und reich an Geschmack...
In der Historie der Teegetränke sind die Früchteteemischungen noch
recht jung dabei. Trotzdem unterliegen natürlich auch sie den Trends
und Anforderungen unserer Zeit. Und das ist auch gut so. So hat sich in
der jüngsten Zeit eine Anforderung der Endverbraucher entwickelt, die
immer mehr an Eigendynamik gewinnt. Standen in den 80er Jahren Hibiskus
und Hagebutten stark im Trend, finden heute entsäuerte Basen, die
vorwiegend aus Apfelstückchen bestehen, eine immer stärkere
Fan-Gemeinde.
Glasklarer Vorteil: Diese Mischungen sind leicht verträglich und
können ohne Probleme von Kindern, wie auch von Senioren genossen
werden. Empfindlichkeiten bei Säuregehalten wird so entgegengesteuert
und führt trotzdem zu einer vollendeten Geschmacksentwicklung.
Intensiver sogar, denn durch das Fehlen von Hagebutte und Hibiskus
steht eindeutig das Aroma im Vordergrund, das nicht durch die säuernde
Geschmackseinwirkung beeinflusst wird. Können Sie sich nicht so gut
vorstellen? Na, dann sollten Sie einfach mal probieren.